Das größte Mysterium für Außenstehende scheint der Brauch von Verbindungen, Semesterantritts- und -Abschlusskneipen abzuhalten, zu sein. Werden hier doch die musketierähnlichen Roben getragen und die in der Verbindung als „Schläger“ bezeichneten Säbel von den Chargen beim Einmarsch gezückt.
Doch was sich so kurios anhört, ist, wenn man von den Roben absieht, eine ganz normale „Jahreshauptversammlung“, wie sie bei jedem Verein üblich ist.
Jedoch wird hier neben den üblichen Tätigkeitsberichten und Reden auch studentisches Liedergut gepflegt und neue Mitglieder werden nicht durch einen Handschlag, sondern durch eine „Taufe“ in die Verbindung aufgenommen.
Ein Unterschied, der wohl jeden Redner vor Neid erblassen lassen dürfte, ist, dass der Schläger hier nicht im herkömmlichen Sinn als Kriegsinstrument verwendet wird, sondern dass bei Unruhe mit einem gezielten Schlag auf den Tisch sofort für Ruhe gesorgt werden kann.
Es ist furchtbar, wenn man als Redner auf einem Podium steht und das Publikum dem Geräuschpegel nach viel wichtigere Dinge zu bereden hat, wie Ihm vermittelt werden wollen.
Wie verlockend erscheint doch da ein Schläger, mit dem man die Stammtischgesellschaft im Publikum sofort zur Raison bringen kann.
Am Freitag, dem 13.1.2012 hatten die Aktiven des TWB Kephallenia – Württembergia unter der Leitung von Vorstand (In der Verbindung X [eins Kreuz]) Brandy zur traditionellen Semesterabschlusskneipe geladen.
Die Kneiptafel war in romantisches Kerzenlicht getaucht.
Tradition ist es, dass bei einer Kneipe vor Beginn des offiziellen Teils ein Essen, zubereitet von den Aktiven, serviert wird.
Diese hatten am Abend zuvor ihr Kochtalent unter Beweis gestellt und miteinander knapp 30 Liter feines Rindergulasch zubereitet.
Erstaunt waren alle, als sich der Saal nach und nach mit über 60 Leuten, darunter auch die Eltern einiger Aktiven, füllte und an die ohnehin schon großzügig bemessene Tafel angebaut werden musste.
Die Gulaschtöpfe leerten sich in Windeseile bis auf den letzten Tropfen, was als großes Kompliment für die Hobbyköche gewertet werden kann.
Pünktlich um 20Uhr schlug Chemikus den offiziellen Teil an und Hooch (Fuxmajor), Medica (XX) und Brandy chargierten in den bis auf den letzten Platz besetzten Saal ein.
Nach einer ausführlichen Begrüßung aller anwesenden Gäste verlas Brandy den umfangreichen Tätigkeitsbericht der Aktiven im laufenden Semester.
Die Corona honorierte viele der unvergesslichen Veranstaltungen noch einmal mit starkem Zwischenapplaus.
Anschließend folgte die traditionelle Rede des X Brandy.
Das Thema der Rede war „Der Student – ein Stereotyp“.
Brandy begann mit dem typischen Tagesablauf eines Klischeestudenten und die von ihm zur Beschreibung verwendeten Charaktermerkmale und Verhaltensweisen führten neben zustimmendem Nicken auch zu einigen Lachsalven in der Corona.
Anschließend folgte die Charakterisierung einiger Schubladen des Stereotypenschranks Student.
So wurden zahlreiche Studiengänge unter die Lupe genommen.
Der Schlussappell war, dass jeder die omnipräsenten Klischees über seinen Studiengang mit einem Schmunzeln betrachten und die Schubladen seines Stereotypenschrankes „Student“ möglichst groß halten und mit vielen objektiven Inhalten füllen soll.
In seiner Ansprache dankte AHP Vasco der Aktivitas für den Fleiß und das Engagement in den vergangenen Semestern und lobte gleichzeitig den „Verbindungsnachwuchs“, der nach der Ansprache seinen Auftritt hatte.
So hatten die zwei Krassfüxe Sonja und Jan zur Aufgabe, ein Verbindungsmonopoly zu entwerfen, um in die Verbindung aufgenommen zu werden.
Nach der rhetorisch guten Präsentation Ihres Erstlingswerks wurde Ihnen der Erfolg mit großem Applaus bestätigt und sie mussten nur noch den Zirkel der Verbindung „mit Links“, also mit der linken Hand zeichnen, ehe sie Ihre Kneipnamen Apple und Tweety erhielten.
Nach der Brandung folgte die Urkundenübergabe an den diesjährigen Absolventen Multi, der damit in den AHV aufgenommen wurde.
Nach dem Ausblick auf das kommende Sommersemester 2012, bei dem das neue Chargenteam und die geplanten Aktivitäten vorgestellt wurden, folgte noch die Vorstellung der neuen Verbindungspoloshirts, die von den Aktiven im laufenden Semester erarbeitet wurden.
Anschließend konnten noch einige Burschen ihr Leibverhältnis durch den Zipfeltausch besiegeln.
Dies waren Hooch und Graffito, sowie Hooch und Condor.
Dass die Bierfamilie um Hussa gleich um zwei Generationen reicher geworden ist, honorierte dieser gleich mit einer großzügigen Bierspende von 30Litern Schwanenbier an die Aktiven, die auch gleich als Startkapital für das von den Täuflingen ausgearbeitete Gesellschaftsspiel verwendet werden können, sobald der Freibierstand bei den erforderlichen 100Litern angekommen ist.
Abschließend tauschten die Chargen des laufenden Semesters noch Chargenzipfel und Brandy bedankte sich herzlich bei seinen tüchtigen Aktiven für die ausgezeichnete Unterstützung im laufenden Semester.
Bis in die tiefe Nacht feierte man den gelungenen Abend noch bei köstlichem Schwanenbier und interessanten Geschichten aus dem Wintersemester 2011/2012.
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