Wer hat noch nie neidisch zu den Vögeln in die Luft geblickt, wenn diese scheinbar schwerelos und vergnügt durch die Lüfte fliegen.
Einmal auch abheben und allen irdischen Sorgen entfliehen.
Ikarus und Daidalos gehörten wohl zu den ersten Piloten der griechischen Mythologie, die durch selbst gebaute Flügel Ihrem Gefängnis entflogen.
Der Traum vom Fliegen wird von vielen gelebt. Bei Gesprächen mit dem Hobbypiloten und Fluglehrer Schlummer unserer Kephallenia – Württembergia bei festlichen Kneipen wurde auch bei Aktiven die Neugier gepackt und man beschloss, der Einladung zu einem Flugtag im Motorsegler zu folgen.
Voller Freude machten sich so am Samstag, 22.10.2011 die Aktiven Chemikus, Brandy, Medica und die Gäste Sonja und Patrick auf nach Laichingen, um einen Einblick in die Faszination Fliegen zu bekommen.
Angekommen in Laichingen, stellte man jedoch fest, dass wegen einer Nebelfront noch kein Start möglich sein würde.
Also stärkte man sich zunächst in der Flugplatzgaststätte bei Kaffee, Butterbrezeln und selbst gemachtem Johannisbeerkuchen, mitgebracht von Schlummer und gebacken von seiner Frau.
Da sich der Nebel immer noch hartnäckig hielt, wurde kurzerhand ein Ausflug in die Tiefenhöhle nach Laichingen unternommen.
Diese ausgebaute Schachthöhle ist die einzige für die Öffentlichkeit zugängliche in Deutschland und bietet einen einmaligen Einblick in versteinertes Riff der Jurazeit.
Voller Tatendrang wurde der Abstieg in die tiefe Höhle begonnen.
Einzigartige, teils skurril geformte Felsen, streuselkuchenförmiger Perlsinter, glatt geschliffene Säulen und riesengroße in den Fels gefressene Hallen und Gänge boten sich den erstaunten Aktiven.
Bis knapp 60 „Tiefenmeter“ kletterte man über enge Treppenpfade und schmale Gänge hinab, ehe der Aufstieg durch eine scheinbar andere Welt Richtung Tageslicht erfolgte.
Fasziniert schlenderte man anschließend noch durch den Kletterwald Laichingen, ein Auge immer auf die sich auflösende Nebelbank am Horizont gerichtet.
Anschließend machte sich die Truppe wieder auf zum Flugplatz, denn nun sollten Höhenmeter gemacht werden.
Bei einer Brotzeit bereiteten sich die angehenden Piloten mental auf das kommende Abenteuer vor und kurz nach Mittag konnte der Flieger endlich aus dem Hangar geholt werden.
Nun machte Schlummer seinen Motorsegler startklar.
Einer nach dem Anderen durfte nun an seiner Seite im Flieger Platz nehmen und wurde in eine andere Welt entführt.
Schon nach dem Start stellte man fest, wie die doch so bekannte Welt unter den Füßen immer kleiner zu werden schien und schließlich zu einer bewegten Spielzeuglandschaft wurde.
Schlummer flog eine Burgenrunde über die Burg Teck und die Neuffenburg, während die Beiflieger versuchten, die vielen Eindrücke wahrzunehmen und die herrliche Landschaft zu genießen.
Dann durfte man selber ans Steuer und merkte schnell, dass so ein Flugzeug im Gegensatz zu einem Auto auch nach Oben und Unten gesteuert werden kann und man dafür sehr viel Gefühl braucht.
Einer nach dem Anderen setzte mit quietschenden Reifen wieder sicher auf der Erde auf und erzählte von seinem Abenteuer in 4000 Fuß Höhe.
Am späten Nachmittag wurde dann der Heimweg angetreten und bei Pizza und einem Glas Wein ließ man den Tag noch einmal Revue passieren und gemütlich im Kephallenenhaus ausklingen.
Dank Schlummer konnten die Aktiven einen unglaublichen und einzigartigen Tag in schwindelerregender Höhe verbringen und einmal den Traum vom Fliegen leben.
Ein unvergessliches Erlebnis.


