|

Podium Spotlight – Kammertheater

Am gestrigen Abend besuchten Bundesbrüder Schnipp, Vasco und Sanktus im Rahmen unseres Podiums das Kammertheater Stuttgart, um sich das vielbeachtete Stück „KI essen Seele auf (ORPHEAI)“ von Thomas Köck anzusehen. Das Kammertheater, zentral gelegen und gut vom Stuttgarter Hauptbahnhof erreichbar, bot den perfekten Rahmen für einen kulturellen Abend außerhalb der gewohnten „Bubble“.

Pünktlich um 19:00 Uhr trafen sich die drei Bundesbrüder am Theater – mit leichter Verspätung von Vasco, der den direkten Weg zunächst nicht fand, aber rechtzeitig zur Einleitung und Erläuterung des Stücks erschien. Die Inszenierung von Mateja Meded, gespielt von Therese Dörr, Celina Rongen und Silvia Schwinger, setzte sich kritisch mit der wachsenden Abhängigkeit des Menschen von Künstlicher Intelligenz auseinander. Anhand verschiedener Anwendungsbeispiele – von der Erinnerung an verstorbene Angehörige über Fahrassistenten, die zunehmend die Kontrolle übernehmen – zeigte das Stück, wie KI nicht nur dient, sondern auch die menschliche Autonomie infrage stellt. Die futuristische Kostümgestaltung und die eindrucksvolle Videoinstallation im Hintergrund unterstrichen die dystopische Atmosphäre und machten die 1,5-stündige Vorstellung zu einem kurzen, aber intensiven Erlebnis.

Besonders auffällig war die Sprache des Stücks, die zwischen technischer Kälte und emotionaler Bedrohung oszillierte. Die drei Schauspielerinnen verkörperten die KI als „gefräßiges Datenmonster“, das immer tiefer in das Leben der Menschen eindringt – sei es in Dating-Apps, Fitness-Trackern oder Bankgeschäften. Die Inszenierung wurde von der Kritik als „rasant und sehenswert“ gelobt und regt zum Nachdenken über die Grenzen und Gefahren digitaler Technologien an.“ (Link auf SWR),

Nach der Vorstellung ließ der Abend im nahegelegenen Amadeus ausklingen, wo die drei Bundesbrüder bei sommerlichen Temperaturen – ungewöhnlich für Mitte April – den Abend im Biergarten genossen.

Ein besonderer Dank gilt Sanktus für die Organisation dieses gelungenen Abends, der uns die Möglichkeit gab, über die Grenzen unserer eigenen Perspektive hinauszublicken. Wir freuen uns bereits auf das nächste Podium und weitere gemeinsame kulturelle Erlebnisse!

Ähnliche Beiträge